When it burns, burns, burns: Tipps gegen Sodbrennen

Wer öfter unter einem unangenehmen Brennen hinterm Brustbein leidet, ist leider in guter Gesellschaft. Fast jeder zweite Deutsche über 40 kämpft regelmäßig mit Sodbrennen, das einem ganz schön den Tag verderben kann.

Natürlich kann man sich vom Arzt sogenannte Antazida (Säurehemmer) verschreiben lassen – in extremen Fällen ist das auch sinnvoll und notwendig. Es schadet jedoch nicht, vorher einen Griff in die „Hausmittel-Apotheke“ zu wagen. 

 

Zunächst gilt es, bei Neigung zu Sodbrennen manche Dinge zu beachten:

  • Essen Sie lieber mehrere kleine Mahlzeiten statt dreimal täglich üppige Portionen.
  • Meiden Sie allzu scharf Gewürztes, sehr fettige Speisen (Gebratenes, in Öl eingelegtes, Frittiertes, Chips) und stark säurehaltige Gerichte und Getränke (v.a. Zitrusfrüchte und –säfte). Bei vielen Menschen löst außerdem Kaffee Sodbrennen aus.
  • Essen Sie die letzte Mahlzeit des Tages mindestens 1,5 Stunden, bevor Sie zu Bett gehen.
  • Tragen Sie Kleidung, die um den Magen herum nicht zu eng anliegt oder einschnürt.
  • Rauchen begünstigt Sodbrennen; versuchen Sie, dieses Laster einzuschränken, oder noch besser loszuwerden.
  • Es lohnt sich außerdem, auf ein normales Gewicht hinzuarbeiten. Übergewicht ist einer der größten Auslöser für Sodbrennen.
  • So absurd es auch klingen mag: Zucker ist einer der Haupt-verursacher, wenn es um Sodbrennen geht.

Ist es doch einmal so weit und das Sodbrennen hat Sie heiß erwischt, können Sie versuchen, mit einigen Hausmitteln dagegen vorzugehen. Interessant daran: Ausgerechnet Lebensmittel, die Sie vielleicht zunächst als „sauer“ einstufen würden, sind oft sehr hilfreich!

  • Besorgen Sie im Reformhaus milchsauer vergorenen Kartoffelsaft. Trinken Sie davon vor jeder Mahlzeit ein kleines Glas (ca. 125 ml). Ersatzweise können Sie einige Stücke rohe Kartoffel kauen; nach Auskauen des Saftes können die Reste ausgespuckt werden.
  • Reiben Sie einen geschälten Apfel, warten Sie, bis die Schnitzel braun geworden sind, und essen Sie mehrere Löffel der Masse.
  • Geben Sie einen TL Apfelessig in ein Glas Wasser und trinken Sie es in kleinen Schlucken.
  • Kauen Sie einige Mandeln langsam und konzentriert zu Brei.
  • Tausendgüldenkraut-Tee schmeckt bitter, hilft aber hervorragend gegen Sodbrennen: ½ TL getrocknetes Tausendgüldenkraut mit ¼ Liter kaltem (!) Wasser übergießen, über Nacht stehen lassen, morgens abseihen, leicht erwärmen und in kleinen Schlucken trinken.
  • Sellerie-Tee: 1 Handvoll frisches Selleriekraut mit ½ Liter kochendem Wasser übergießen, 10 Minuten ziehen lassen, 2 bis 3 Tassen täglich trinken. Auch Selleriestangen oder Knollensellerie in jeder Form sind gut gegen Sodbrennen – und für den der Sellerie mag, auch lecker!   
  • Schlafen Sie gegebenenfalls mit leicht erhöhtem Kopf.
  • Regulierend für den „schwachen Magen“ mit Neigung zu Sodbrennen sind Produkte mit hohem Anteil an Bitterstoffen und magenaktiven Heilkräutern, AMDORON von NOBUSAN-Nutrition.

Einige der gängigsten Tipps gegen Sodbrennen sind allerdings heute widerlegt. Das berühmte Glas Milch etwa verstärkt die Symptome bei vielen Menschen, statt sie zu lindern, weil Milch einen leicht sauren pH-Wert hat. Auch Natron und Backpulver, in Wasser gelöst, sind nicht das Allheilmittel, als das sie lange galten. Bei vielen Menschen führen sie vielmehr zu vermehrtem Aufstoßen und Magendruck; eine höhere Magensaftprodiktion kann ebenfalls die Folge sein.

 

Zu den weiteren Beiträgen vom aktuellen Beauty & Health-Letter